Da die Beschränkungen für PFAS in Verpackungen mit Lebensmittelkontakt gemäß der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) ab dem 12. August 2026 gelten, sehen sich Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Verpackungen und Materialien mit Lebensmittelkontakt einem wachsenden Druck ausgesetzt, Risiken zu bewerten, Entscheidungen zu dokumentieren und sich auf die Einhaltung der Vorschriften vorzubereiten.
Eine umfassende PFAS-Untersuchung ist jedoch nach wie vor äußerst unpraktisch. Es gibt über 10.000 PFAS-Verbindungen, doch bei den gängigen gezielten Analysemethoden in Laboren werden in der Regel nur 50 bis 60 Substanzen untersucht. Vollständige gezielte Testpanels sind teuer, zeitaufwendig und befinden sich in den verschiedenen Laboren und Matrices noch in der Entwicklung.
Deshalb benötigen Unternehmen einen strukturierteren und praxisorientierteren Ansatz – einen Ansatz, der eine sichere frühzeitige Entscheidungsfindung ermöglicht, ohne die begrenzten Screening-Ergebnisse überzubewerten.
Der Gesamtfluorgehalt (TF), der in der Regel mittels Verbrennungs-Ionenchromatographie (CIC) gemessen wird, stellt einen praktischen ersten Screening-Schritt zur Identifizierung potenziell fluorierter Materialien dar. Der Gesamtfluorgehalt ist wertvoll, da er schnell Aufschluss darüber gibt, ob in einer Probe Fluor
e vorhanden sind.
Es ist jedoch wichtig, dieses Ergebnis richtig zu interpretieren:
Eine praxisorientierte PFAS-Strategie sollte Vorsorgeuntersuchungen mit risikobasierten Folgeuntersuchungen kombinieren, anstatt sich allein auf ein einzelnes Ergebnis zu stützen.
Schritt 1 – Analyse des Gesamtfluorgehalts (TF)
Liegt der TF-Wert unter 50 ppm, gilt die Verpackung als gesetzeskonform – eine weitere Ruhezeit ist nicht erforderlich.
Schritt 2 – Analyse von (anorganischem) Fluor
Wenn der TF-Wert 50 ppm überschreitet, ist der Hersteller gesetzlich verpflichtet, nachzuweisen, ob das Fluor aus PFAS oder aus einer anorganischen Quelle stammt. Als Methoden wurden beispielsweise py-GC-MS vorgeschlagen.
Schritt 3 – Gezielte Analyse
Gehaltanalyse von PFAS, z. B. mittels LC-MS/MS nach Lösungsmittelextraktion von Verpackungsmaterial, um die Einhaltung der Grenzwerte von 25 ppb (einzelne PFAS) bzw. 250 ppb (Summe aller PFAS) nachzuweisen.
Alle Proben, die Schritt 1 bestehen, gelten als konform mit den Schritten 2 und 3.
PFAS-Untersuchungen sind derzeit auf verschiedene Labore, Formate und Berichtsstile verteilt. KÖR LABS sorgt für Klarheit und Einheitlichkeit, indem es den gesamten Arbeitsablauf in einer digitalen Umgebung bündelt.
Drei wesentliche Vorteile
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